Inncontro - Filmfestival

Für den Auftakt 2018 soll ein besonderes Augenmerk in der Verschränkung von Migration und Geschlecht gelegt werden, durch welches vor allem die Perspektiven und (Migrations)erfahrungen von Frauen* sichtbar gemacht werden sollen. Die besondere Positionierung von Frauen* im und nach dem Migrationsprozess beruht auf unterschiedlichen Faktoren. So sind Frauen* auf der Flucht häufig sexualisierter Gewalt ausgesetzt und sind im Prozess der Integration stärker von Ausschlussmechanismen betroffen.

Die Gründe dafür sind mannigfaltig und gehen auf kulturelle, ökonomische, soziale und bildungstechnische Zusammenhänge ebenso zurück wie auf die vorherrschenden Geschlechterrollen der Einwanderungsgesellschaft. So sind Migrantinnen von den Auswirkungen kultureller Stereotypen und Rassismen auf mehreren Ebenen betroffen: Als Frauen*, als „Ausländerinnen“ oder als Nichtangehörige einer dominanten Religion.

Der Fokus der diesjährigen Ausgabe des Internationalen Migrationsfilm Festivals soll der Intersektionalität (die Überschneidung von mehreren Diskriminierungserfahrungen in einer Person) der weiblichen Position im Migrationsprozess gerecht werden und der spezifischen Erfahrung von Frauen* eine Leinwand und Diskussionsforen geben.

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